In Japan werden zu
wichtigen Anlässen Feierlichkeiten abgehalten,
die keichô genannt werden – kei steht
für Freude, chô für Trauer. Diese
Zeremonien haben den zentralen Überbegriff kan
kon sô sai. Der Ausdruck kan steht
für Wendepunkte im Leben wie Geburt und Jugendweihe, kon steht
für Heirat und Hochzeit, sô steht
für Beerdigungen und eine Reihe von buddhistischen
Totenfeiern , und sai steht für traditionelle
Feste wie Neujahrsfest, Totenfest, Sternenfest
(Tanabata), Festtag für drei, fünf
und siebenjährige Kinder (Shichigosan)
usw. Hierunter sind besonders kon (Hochzeit)
und sô (Trauer) reich an Verhaltensregeln
und Bräuchen. Es ist empfehlenswert, sich vor
der Teilnahme von einem älteren japanischen
Bekannten kurz in die Verhaltensregeln einweisen
zu lassen.
Bei Hochzeit, Geburt,
Dienstantritt, Einschulung und anderen wichtigen
Ereignissen von Freunden ist es Brauch, mit
einem Geschenk oder Bargeld zu gratulieren.
Bargeld schenkt man in extra dafür vorgesehenen
Briefumschlägen.
Bei Beerdigungen ist
es üblich, dass Männer einen schwarzen Anzug,
ein weißes Hemd und einen schwarzen Schlips
tragen, Frauen tragen ein schwarzes Kleid.
Bargeld als Trauergabe wird in einem extra
dafür vorgesehenen Trauerbriefumschlag der
zuständigen Person überreicht. Je nach Religion
usw. gibt es unterschiedliche Bräuche für Hochzeiten
und Beerdigungen. Vor der Teilnahme sollte
eine Person konsultiert werden, die sich gut
auskennt.




